Geschichte der Torte

Torten und Kuchen gibt es in irgendeiner Form sicher schon bald nach den Anfängen der Menschheit, zumindest aber seit der Zeit als Ackerbau betrieben und Getreide angebaut wurde. Süsses Gebäck wurde zu besonderen Gelegenheiten gemacht, wobei die Süße zuerst wohl mit Wildhonig in den Fladen oder was auch immer gebracht wurde.

Besondere Kuchen aus Anlaß der Vermählung gibt es nachweislich schon bei den Ägyptern und Griechen und im alten Rom. Es wird berichtet, daß dabei ein eigens gebackener Kuchen über dem Kopf der Braut zerteilt wurde. Die Stückchen und Krumen auf der Erde wurden von Gästen aufgesammelt und gegessen, weil das Glück und Gesundheit bringen sollte. Besondere Anlässe brachten auch immer besondere Formen des Rituals hervor, die sich dann wieder im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende veränderten und anpassten. Das Wort Torte tauchte dann erstmals um 1418 auf.

by pixelio Dieter Kaiser

Als wir Menschen uns immer reichhaltiger und besser ernähren konnten, wurden auch die süssen Gebäcke zu den besonderen Anlässen immer umfangreicher, leckerer. Sie waren natürlich auch Ausdruck des eigenen sozialen Status, je reicher um so grösser und höher. Schließlich kamen ja auch entsprechend mehr Gäste zum Fest, die dann von diesem Kuchen oder der Torte ein Stück abhaben wollten. Also kamen findige Köche oder Hofbäcker auf die Idee, diese in die Höhe wachsen zu lassen. Ein englischer Konditor soll sich von der Form einer Kirche inspiriert gefühlt haben und der Hochzeitstorte Ihre heutige Form gegeben haben. Vielleicht hat ja ein pfiffiger Hofbäcker auch gleich den Sinn dafür mitgeliefert. Drei Etagen stehen für die drei Stationen des Lebens, Geburt, Hochzeit und Tod. Als noch mehr Etagen dazukamen, gab es noch eine für die Kommunion/Konfirmation und eine Etage für den reichen Kindersegen.

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